An der Brennerstraße in Brixen steht ein Haus, das fest verschlossen ist. Zu die braunen Fensterläden. Unbewohnt scheint es. Daneben ein Kirchlein, das am Freitagnachmittag zum Gebet läutet. Aus dem Haus tritt auf der Hinterseite ein Mann, der Maler Johannes Kofler, vierzig Jahre alt. Hier arbeitet er, seit er 2016 nach Südtirol zurückgekommen ist.
Ein Holzofen wärmt den Raum, das Fenster ist mit einem Tuch verhängt, damit die Lichtverhältnisse immer gleich bleiben. Es hat um die 12 Grad, im Winter arbeitet Kofler mit Handschuhen. Hier steht er manchmal auch um drei Uhr in der...
