Sollten denn Theaterkritiker grundsätzlich nicht der Sache, dem Theater als Kunstgattung, wohlgesinnt sein? Und dann anhand ihres Wissens, ihrer Erfahrung, ihrer Meinung, ihrer Vorlieben, ihrer Eindrücke, ihrer Recherchen eine wertende Kritik schreiben, ob positiv, negativ oder beides? Theaterkritiken könnten belebend sein – in jede Richtung –, und könnten sie nicht vielleicht zusammen mit den Theatermachern auch einen bescheidenen Auftrag innerhalb unserer Gesellschaft erfüllen?
„Na ja, lassen wir das“, so die Schlussbemerkung der Kritik zu „Pension Schöller“. Lassen wir das? Was lassen? Und wer wir?
Sabine Ladurner, Meran
