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Das vermeidbare Unglück
Vor 45 Jahren riss eine Lawine im Obervinschgau sieben Alpini in den Tod. Der Meraner Bergführer Ulrich Kössler sorgte mit seiner Analyse des Unfalls, dass es zu einer Anklage kam – und die linksradikale Bewegung „Lotta continua“ zu politischer Munition.
Markus Larcher | 1. Mär 2017 | ff 09/2017
Ulrich Kössler zeigt auf einer Karte die Unfallstelle im Obervinschger Zerzertal. Die Dokumentation des Meraner Bergführers, der am Tag nach der Tragödie das Lawinenunglück analysierte, trug dazu bei, dass gegen die verantwortlichen Offiziere Anklage erhoben wurde.

Foto: Ludwig Thalheimer

Man schreibt den 12. Februar 1972. Es ist kurz vor 5 Uhr morgens. Die Männer der 49. Kompanie des Bataillons „Tirano“ der Alpinibrigade „Orobica“ setzt sich von der Oberdörfer-Alm aus in Marsch. Die Alm liegt auf rund 2.000 Metern Meereshöhe im Zerzertal, einem kleinen Seitental, das kurz vor St. Valentin im Obervinschgau zu den Nordhängen des Watles abzweigt.
Es ist dunkel. Die Wetterbedingungen sind lausig, es stürmt und schneit. Den Weg zum Übergang ins Schliniger Tal, den die Kameraden der Berg-Artillerie tags zuvor ausgeschaufelt hatten, hat es so gut wie zugeschneit. Man ist in...

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