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Die Wut der Bauern
Haben die Südtiroler Landwirte Grund, auf die Straße zu gehen? Titelgeschichte in ff 7/24
ff media | 21. Feb 2024 | ff 08/2024

Ein kleinerer Teil der Bauern stemmt sich gegen die notwendige Ökologisierung der Landwirtschaft, ereifert sich über die „Bürokratie“, wenn die Verwaltung in Vertretung der Steuerzahler wissen will, was mit den 270 Millionen Euro geschieht, die in Südtirol jährlich an die 20.000 bäuerlichen Betriebe fließen. Eine „Bürokratie“, die ohnehin zum Großteil vom ebenfalls vom Land mitfinanzierten SBB erledigt wird. Dabei sind die allermeisten Subventionen von den Bauernverbänden selbst mitgeregelt worden. Ein Teil der Bauern stemmt sich gegen die langsame Rücknahme von boden- und umweltbelastenden Kulturen, gegen die Senkung von wasserverbrauchs- und emissionsintensiver Milch- und Fleischproduktion. Eine Gruppe „Zukunft Landwirtschaft“ zieht mit PS-starken Traktoren ins Feld für ein Geschäftsmodell der Vergangenheit. Der Biolandbau, die Zukunft der Landwirtschaft, kommt dagegen nicht wirklich zu Wort, wird in der Förderung vernachlässigt, genauso wenig wie der Klimaschutz, als ob dieser die Bauern nichts anginge.

Thomas Benedikter, Eppan