Ihre erste Erinnerung?
Die Werkstatt meines Großvaters in Flammen. Ich war zwei.
Thema des letzten Telefongesprächs?
Ein neues Buchprojekt.
Wohin würden Sie morgen früh verreisen?
Ans Meer.
Das beste Buch oder die beste Serie?
Ich brauche keine Superlative: Wenn etwas „gut“ ist, reicht das völlig.
Feueralarm: Was retten Sie mit zwei Händen?
Leben. Wenn ich kann.
Lieblingsmenü? Lieblingslokal?
Ich koche gerne mit meinem Mann zusammen und lade Freunde ein. Das ist eigentlich am schönsten.
Was war Ihre größte sportliche Leistung?
Zwanzig Jahre nach meinem ersten Verriss immer noch da zu sein.
Zum letzten Mal gebetet haben Sie ...
Ich bete nicht. Ich hoffe nur.
Erste Lust?
Singen.
Dieses Talent würde man Ihnen nicht zutrauen:
Gedichte so zu erklären, dass auch Menschen, die mit Lyrik fremdeln, einen Zugang finden.
In Ihrem Kühlschrank findet sich immer ...
Irgendetwas am Rande der Essbarkeit, das dringend wegmuss.
Was ist das Tolle/Olle an Social Media?
Ein wilder Trödelmarkt. Viel Ramsch. Viel Kitsch. Zwischendurch Perlen.
Welches Wort möchten Sie nie mehr hören?
Kein Wort, sondern ein ganzer Satz: „Bist du schwanger?“
Was hält Sie in Südtirol?
Nichts. Leider.
Ihre größte Ausgabe in den letzten 12 Monaten?
Meine Altersvorsorge.
Das möchten Sie können ...
sorgloser sein.
Drei Wörter, die Sie beschreiben:
hart, aber herzlich.
Sie träumen von ...
einem sanfteren Umgang mit Mensch und Natur.
Ihr größter Fehler?
Vermutlich dieser Fragebogen.
Was lesen Sie auf dem Klo?
Auf dem Klo lohnt sich das Lesen nicht.
Ich wäre gern für einen Tag ...
eine Alpendohle. Am liebsten an einem warmen Spätsommertag.
Was würden Sie mit 1 Million Euro machen?
Schwer zu sagen. Mit der derzeitigen Inflation wohl gar nicht mal so viel.
Der beste Geruch?
Blühender Holunder in einer Frühlingsnacht.
Kurzbio
Selma Mahlknecht schreibt Theaterstücke, Romane und Essays und arbeitet als freie Schriftstellerin und Theaterregisseurin in der Schweiz. Ihre Arbeit wurde mehrfach prämiert, unter anderem mit dem „Sir-Walter-Scott-Preis“ 2021 für „Helena“ als besten deutschsprachigen historischen Roman oder der Auszeichnung als „Opera segnalata“ für „Berg and Breakfast“ beim Rigoni-Stern-Preis 2021. Für ihr Theaterstück „Üna sbrinzla da spranza per S-chus-ch“ („Ein Funke Hoffnung für S-chus-ch“) erhielt sie 2022 den Theaterpreis Premi Travers.
