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Pannen, Pech und Pfusch
Das vor zwanzig Jahren beschlossene Bibliothekszentrum wartet immer noch auf den Baubeginn. Über die verheerende Kombination von Angsthasenpolitik und Bürokratie.
Das Projekt steht, die Arbeiten haben nie begonnen: das Modell des Bibliothekszentrums.

Foto: Alexander Alber

Bruno Hosp hat es geahnt: „Das wird ein Moloch.“ Das sagte der damalige Kulturlandesrat im April des Jahres 1998, als die Landesregierung Großes verkündete: „Die Landesbibliothek Teßmann und die Bozner Stadtbibliothek sollen gemeinsam unter ein Dach.“ Hosp war skeptisch – und dennoch optimistisch: Das neue, sprachgruppenübergreifende, gigantische Bibliothekszentrum – entstehen soll es gegenüber der Teßmann – werde wohl oder übel gebaut, allerdings erst von seinem Nachfolger, also „nie früher als in zehn Jahren“.
Inzwischen sind nicht nur die von Hosp gefürchteten zehn, sondern zwanzig...

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