Eduard Thöny hätte seine Gaudi gehabt. Wann immer der in Brixen geborene geniale Simplizissimus-Karikaturist den Kampf zwischen Arbeit und Kapital auf den Punkt brachte, zeichnete er die Proleten als schmächtige arme Schlucker, und die reichen Bosse als kahlköpfige, zigarrenpaffende Dickerchen. Rudi Rimbl ist weder ein Boss noch reich, aber im Konflikt zwischen den Busfahrern und ihrem Arbeitgeber, der Sad AG des Ingomar Gatterer, ist er die Idealbesetzung in der Rolle des Bösen, der dem Chef die aufmückigen Bediensteten vom Halse hält.
Der Meraner Rudi Rimbl ist weder Wirtschaftsprüfer...
„Was wollt ihr eigentlich?“
In keinem anderen Betrieb wird dermaßen oft gestreikt wie in der Sad AG. Dieser Konflikt, in dem es nicht nur um Arbeiterrechte, sondern auch um Machtkämpfe zwischen den Gewerkschaften geht, könnte für die Beschäftigten böse enden.
