Bemerkenswert und selbst nach so vielen Jahren mehr als nur von symbolischer Bedeutung erscheint die Anbringung einer Gedenktafel am Laaser Friedhof für den Partisanen Johann Pircher, dessen Schicksal zu Recht in Erinnerung gerufen wird.
Man muss die Laaser Initiativgruppe um Peter Tappeiner dafür aufrichtig beglückwünschen, gilt es doch mehr denn je, jene Südtirolerinnen und Südtiroler dem Vergessen zu entreißen, welche mit unvergleichlichem Mut und großer Aufopferungsbereitschaft gegen ein menschenverachtendes Regime Widerstand geleistet haben. Dass diesen nach Kriegsende zum Teil übel mitgespielt wurde, zeigen neben dem Justizskandal, dessen Opfer Johann Pircher wurde, auch weitere Schicksale, beispielsweise jene von Karl Gufler aus dem Passeiertal, von Hans Egarter aus Niederdorf und zahlreicher anderer, die zuerst verfolgt, dann verfemt wurden, um schließlich ausgegrenzt und vergessen zu werden.
Diese Laaser Initiative, welche an die Verlegung weiterer „Stolpersteine“ in Bozen am 27. Jänner anknüpft, könnte auch für andere Orte Anregung sein, sich jener Menschen zu erinnern, sie auf ähnliche Weise ins Gedächtnis zurückzuholen.
Beispielsweise wünschte man sich auch als Besucher in Niederdorf einen gebührenden Hinweis auf Hans Egarter, einen der führenden Widerstandskämpfer Südtirols.
Walter Mair, Toblach