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Castità
In Arco schlummert ein massiger Riese hinter siebeneinhalb Meter hohen Mauern. Wie Pusterer Bauherren und ein Bozner Architekturbüro das Kloster der Habsburgerzeit wiederbelebt haben.
ff media | 16. Feb 2022 | ff 07/2022
Sicherer Hafen: Hinter den 7 bis 8 Meter hohen Mauern des Arx Vivendi steht die Welt still. „Wir haben bemerkt, dass viele Gäste leiser sprechen, sobald sie das Kloster betreten haben“, erzählt Bauherr Manuel Mutschlechner.

Foto: Alex Filz

Als Manuel Mutschlechner und seine Frau Stephanie Happacher das stille Kloster im Dorfzentrum von Arco zum ersten Mal betreten, säumen fünf Meter hohe Holzkreuze den Kreuzgang. Im Garten wuchern die Pflanzen, der Wind streift durch leere Fensterrahmen. Nur noch vier Ordensschwestern der Dienerinnen Marias bewohnen den Nordflügel. Zwei von ihnen haben das Kloster seit 40 Jahren nicht verlassen. Der Südflügel hingegen steht fast völlig leer und gleicht einem Skelett. Und dennoch handelt es sich mit den über vier Meter hohen Räumen um einen eindrucksvollen Bau. 1689 wurde der Koloss von...

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