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Wir sind mutiert
Zeigen wir jetzt unser wahres Gesicht? Wie eine 22-jährige Studentin Südtirol in Zeiten der Pandemie erlebt.
ff media | 17. Feb 2021 | ff 07/2021
„Die psychiche Belastung der Menschen kann ich verstehen“, sagt Autorin Daniela Pöhl. „Aber sie rechtfertigt nicht die Leichtsinnigkeit und Disziplinlosigkeit der Südtirolerinnen und Südtiroler im Umgang mit dem Virus.“

Foto: Alexander Alber

Die zweite Hälfte des Jahres 2020 war die bisher beste Zeit meines Lebens. Das klingt absurd, denn im Herbst vergangenen Jahres rollte die zweite Corona-Welle durch Südtirol. Doch ich hatte Glück. Von Mitte August bis kurz vor Weihnachten durfte ich an der nördlichsten Universität der Europäischen Union studieren, der University of Lapland, Finnland. In den ersten Wochen nach meiner Ankunft fand ich mich in einer Welt wieder, die ich zunächst nicht verstand: keine Maskenpflicht, Studentenfeiern, Präsenzunterricht an der Uni, keine Einschränkungen. Ich konnte ein freies, normales Leben...

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