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Mit Weitblick
Claudia Notarnicola ist die erste Preisträgerin des „Women in science award Südtirol“. International ist die Physikerin vom Eurac-Institut für Erdbeobachtung schon länger bekannt.
Markus Larcher | 17. Feb 2021 | ff 07/2021
Claudia Notarnicola vor einem Satellitenbild vom Alpenbogen: Die Physikerin am Bozner Institut für Erdbeobachtung hat erstmals weltweit die Schneebedeckung von Berggebieten kartiert – mit Erkenntnissen, die zu denken geben.

Foto: Annelie Bortolotti

Sie heißen Kraken, Ligeia oder Punga. Es sind unbekannte, fremde Ozeane. Sie grenzen auch an kein Auenland oder Mordor oder wie die anderen legendären Landstriche in J.R.R. Tolkiens weltbekanntem Fantasy-Roman „Herr der Ringe“ sonst noch heißen. Die Ozeane sind nicht von dieser Welt, aber durchaus real. Sie bestehen aus flüssigem Methan, und ihr Ort ist zehnmal weiter von der Sonne entfernt als die Erde. Zu finden sind sie auf Titan, dem größten Mond des Planeten Saturn, dem erdähnlichsten Himmelskörper des Sonnensystems.

Claudia Notarnicola hat Titan schon vor über einem Dutzend...

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