Zum Hauptinhalt
Die Widerständige
Marialaura Lorenzini bot René Benko die Stirn. Dann wechselte sie vom Protest in die Politik und wurde Stadträtin in Bozen. „Frauen“, sagt sie, „verändern die politische Kultur.“
Georg Mair | 12. Feb 2020 | ff 07/2020
Marialaura Lorenzini ist das Feindbild für die Lega im Stadtrat in Bozen: „Wäre ich ein Mann, würden bestimmte Dinge nicht passieren.“

Foto: Alexander Alber

Vor sieben Jahren stand Marialaura Lorenzini in der Mustergasse in Bozen und hielt ein Plakat hoch. Sie war ganz allein. Sie protestierte gegen den Plan des österreichischen Magnaten René Benko, in Bozen ein Einkaufszentrum zu errichten und dafür den Busbahnhof abzureißen.

Drinnen, im Palais Menz, der ebenfalls René Benko gehört, feierten sich die, die dazugehörten, draußen stand Marialaura Lorenzini. Und wusste noch nicht, dass sie mit ihrem Widerstand grandios scheitern würde.

Damals war sie noch nicht Stadträtin für Umwelt, Mobilität und Chancengleichheit in Bozen, sie zog...

Abo testen

Abonnieren Sie jetzt die ff - und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte

Sie sind bereits Abonnent?