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Unbehagen im Paradies
Die Südtiroler Politik leidet am Verlust ihrer Italiener. Kriegen diese künftig noch die Kurve?
Fünf italienische Vertreter sitzen zurzeit im Südtiroler Landtag (rot eingekreist): Im Jahr 1948 lag die italienische Vertretung mit drei Landesräten noch bei 30 Prozent, heute beträgt sie 12,5 Prozent.

Foto: Alexander Alber

Mauern können Menschen schützen, sie vor feindlichen Angriffen bewahren. Doch auch Gefängnisse haben Mauern, man kann sie dann von innen und von außen sehen. Manche richten sich dahinter gut ein, andere wollen die Mauern einreißen. Anstrengend ist es für die vor und für die hinter der Mauer gleichermaßen.
Christian Tommasini ist ein Mann, der die Mauer einreißen will. Sie verläuft kreuz und quer durch das zweisprachige Südtirol, sie trennt die Italiener von den Deutschen, trennt sie von ihrer Zukunft. Der 41-Jährige hat etwas gegen jene Italiener im Land, die sich hinter der Mauer...

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