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Von Pregasina zur Punta dei Larici
ff media | 4. Feb 2026 | ff 06/2026
Die Steige, die an den steilen Klippen entlangführten, ermöglichten im 19. Jh. gute Geschäfte.

Foto: Peter Righi

Vom verschlafenen Dorf Pregasina, das bereits Adalbert Stifter im 19. Jahrhundert als „lautlos“ empfand, führt ein breiter Wanderweg auf die Punta dei Larici. Dort erwartet uns eine grandiose Aussicht auf den Gardasee und die ihn umgebende Bergwelt.
Wir starten am Parkplatz unterhalb der Kirche in Pregasina. Von dort wandern wir die Forststraße entlang (Mark. 422B), die in Richtung Malga Palaer führt. Unser bequemer Weg verläuft größtenteils durch den schattigen Wald. Im ersten Abschnitt gibt es einige Aussichtspunkte, die einen kleinen Vorgeschmack auf das bieten, was uns auf der Punta dei Larici erwarten wird.
Nach etwa 1,2 km ab Pregasina gäbe es alternativ einen kürzeren, ausgesetzten Weg zur Punta dei Larici, Mark. 422A, wir aber folgen weiter der Forststraße. Am Ende des Waldes, an der Bocca Larici, biegen wir links ab und folgen dem Pfad, der in 5 bis 10 Minuten zum Aussichtspunkt Punta dei Larici führt. Der Blick auf den Gardasee ist grandios und es fällt uns schwer, den Ort wieder zu verlassen und zur Bocca Larici zurückzukehren, um dem breiten Weg (Mark. 422B) in Richtung Malga Palaer (949 m) weiter zu folgen. Von der Selbstversorgerhütte wandern wir in Richtung Rocchetta, über den Passo Rocchetta und weiter zum Passo Guil (1.208 m, Mark. 422). Dort schwenken wir in südliche Richtung (Mark. 101) und folgen dem breiten Weg bis zu einem schmalen Pfad, der rechts unseren Weg verlässt. In wenigen Minuten stehen wir auf der Cima Mughera (1.161 m). Nach einer längeren Rast kehren wir zurück zum breiten Weg und folgen diesem in östliche Richtung bis zum Passo Rocchetta und hinab zur Malga Palaer. Dort wählen wir links eine nicht markierte Abkürzung, die durch ein Tal führt und in den breiten Aufstiegsweg (Mark. 422B) mündet. Auf diesem hinunter nach Pregasina. Wer dieses unmarkierte Stück vermeiden möchte, kann – wie beim Aufstieg – über die Bocca Larici wandern.
Wo Fernet Branca geschmuggelt wurde

Im 19. Jh. wurde Pregasina zum Grenzort. Trotz der österreichischen Zollstation im Dorf schmuggelten die Bewohner Zucker, Tabak und Salz auf halsbrecherischen Pfaden hinunter zum Gardasee und ins italienische Limone. Im Gegenzug wurden Stoffe und Liköre, insbesondere Fernet Branca, heraufgeschleppt und weiterverkauft.

Infos in Kürze
Mittelschwere Wanderung mit Aussicht auf den Gardasee und Einkehrmöglichkeit.
Ausgangspunkt: Pregasina, Parkplatz unterhalb der Kirche (520 m)
Höhendifferenz: Aufstieg: 890 Hm
Wegstrecke: 11,9 km
Gehzeit: 5 h 25 min
Höchster Punkt: 1.249 m, tiefster Punkt: 520 m
Beste Jahreszeit: Ganzjährig, besonders schön im Frühling und Herbst. Zwischen Juni und September früh starten. Ausreichend Trinkwasser mitnehmen.
Navi-Adresse: 38066 Pregasina/Riva del Garda (TN)
Öffentliche Verkehrsmittel:
Bus: an Wochenenden und Feiertagen im Sommer Shuttlebusse von Riva nach Pregasina.
Boot: www.navigazionelaghi.it

Einkehrtipp
Bastione Panorama Pregasina: einfache, bei Wanderern und Bikern sehr beliebte Unterkunft,
www.panoramapregasina.it.

Das Buch zum Tipp
Peter Righi
Oh! Wandern am Gardasee
Folio Verlag (Wien/Bozen) 2024
ISBN 978-3-85256-882-9
Erhältlich im Buchhandel.

Foto: Peter Righi