Die Burgruine Neuhaus, auch Maultasch genannt, liegt oberhalb des Weindorfs Terlan. Ihr mächtiger, noch in voller Höhe erhaltener Bergfried ist von der Talsohle aus weit sichtbar. Von Terlan führt ein gut ausgebauter Promenadenweg zur Burg, von der man einen herrlichen Ausblick auf den Mendelkamm, die Texelgruppe und ins Etschtal hat. Die weitläufige Anlage ist durch Treppen und Geländer sicher gemacht und kann nach Herzenslust erkundet werden.
Von der Pfarrkirche spazieren wir auf der Kirchgasse in leichtem Anstieg durch Terlan. Seinem Namen als Weinort wird das Dorf schnell gerecht, denn bald wandern wir zwischen Weinstöcken hindurch. Beim Ansitz Liebeneich biegen wir rechts auf den Margarethenweg ab. Wir kommen zur Möltner Straße, queren diese und folgen auf der gegenüberliegenden Seite weiter dem in den Wald hineinführenden Margarethenweg. Bis zur Burg brauchen wir ab jetzt noch 30–40 Minuten An der nächsten Gabelung halten wir uns rechts.
Der Promenadenweg führt oberhalb von Terlan durch einen Laubwald am Hang entlang, schmalere Wegabschnitte sind mit einem Geländer gesichert. Immer wieder eröffnen sich schöne Ausblicke ins Tal und auf Terlan. Nach einem letzten steilen Anstieg haben wir den Eingang der Burg erreicht. Erbaut wurde die erstmals 1228 erwähnte Burg um 1200 von den Grafen von Tirol.
Unser Blick geht vom Bozner Talkessel über das Etschtal und den gegenüberliegenden Mendelkamm bis hin zu den mächtigen Bergen der Texelgruppe. Nach ausgiebiger Erkundung der Burg folgen wir weiter dem in den Wald hineinführenden Pfad. Recht steil geht es nun noch einmal kurz bergauf, dabei kommen wir an weiteren schönen Aussichtspunkten vorbei. Auch ein idyllischer Weiher liegt noch auf unserem Weg.
An einer Abzweigung folgen wir Weg Nr. 9 („Terlan“). Ab jetzt geht es nur noch bergab. Bei Nässe kann es auf dem felsigen Weg, der stellenweise recht steil bergab führt, etwas rutschig werden, hier ist Trittsicherheit gefragt. Wir stoßen schließlich wieder auf die Weggabelung kurz vor der Möltner Straße und kehren auf dem Hinweg zur Pfarrkirche zurück.
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