Als der Traminer Willi Stürz 1991 den Kellermeister-Posten in seiner Dorf-Kellereigenossenschaft antrat, war er ein 23-jähriger Jungspund. Und die anno 1898 gegründete Kellerei schon grau meliert und groß, ein schlafender Riese, wie aus russischen Märchen.
Schärfer formuliert: Die Traminer Kellergenossen hatten Ende der 1980er-Jahre die Zeichen des Aufbruchs, das „Qualitäts-Gären“ verschlafen. Dabei hatten in jenen Jahren die Pioniere Luis von Dellemann (Lageder) mit strengen Lagenselektionen von Chardonnay und die Schreckbichler unter Luis Raifer mit Sauvignon aufgezeigt, dass...
