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Was vom Leben übrig bleibt
Karl-Heinz Ott zeigt: Wenn man alles verliert, kann man auch viel Freiheit gewinnen.

Foto: Roman Hanser

LITERATUR – KURZROMAN

(aa) Das schmale Bändchen von 140 Seiten liest sich problemlos an einem langen Abend. Und trotzdem enthält dieser kleine Roman nicht weniger als etwa einen 1.000-Seiten-Wälzer. Es ist die Geschichte der 62-jährigen Sonja, es geht um Aufstieg und Niedergang eines gefeier-ten Hotelrestaurants am Bodensee, um Altersdiskriminierung und um die Problematik der Sternenküche.

Nach dem Selbstmord ihres Mannes Bruno, eines Sternekochs, wird Sonja vom eigenen Schwager aus dem überschuldeten Hotel geworfen. Sie steht vor dem Nichts. Hals über Kopf flieht sie nach...

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