Ein etwas zu warmer Samstagnachmittag Anfang November in Toblach. Reiner Kauschke, der mich sofort zum Du verpflichtet und bei unüberlegten Sies zurechtweist, sitzt im lichtdurchfluteten Wintergarten seines Reihenhauses. Klein und in die Jahre gekommen, aber immer noch kompakt und geschmeidig, ein Naturbursche. Die tiefe Sonne über dem Birkenkofel blendet ihn. Seine Augen tränen leicht. „Sie ist eh bald weg“, murmelt er mit sächsischem Einschlag. Natürlich hätte er sich auch einfach umsetzen können, aber das bisschen Sonne im Gesicht bringt den gebürtigen Schlesier nicht aus der...
Hoch hinauf, weit hinaus
Das Meisterstück von Reiner Kauschke war die Winter-Erstbegehung der „Superdirettissima“ der Großen Zinne 1963. Jetzt wurde er 80. Und hat es noch einmal getan.
