Zum Hauptinhalt
Textil-Dolmetscherinnen
Tessa und Arianna Moroder haben sich in Prato in der Toskana niedergelassen. Als Unternehmerinnen in der Textilbranche. Was hat die Schwestern aus Bozen bloß dazu bewogen, in einer Branche zu arbeiten, die einen beispiellosen Umbruch erlebt?
Georg Mair | 8. Feb 2017 | ff 06/2017
Tessa (links) und Arianna Moroder in der Lagerhalle in Prato, die sie von ihrer Mutter geerbt haben: internationales Scharnier zwischen Textilbetrieben und Designern, die im Moment einander noch nicht finden.

Foto: Alexander Alber

Am Abend, wenn die Geräusche des Tages langsam verebben, kann man in Prato das Surren von Nähmaschinen hören. Tsts, tsts, tsts, tsts. Es dringt aus Fabrikhallen, denen man nicht ansieht, ob sie bald abgerissen werden oder ob darin eine Brigade von Nähmaschinen steht, über die sich blasse Chinesinnen und Chinesen beugen.
Tessa Moroder wird von diesem Geräusch verfolgt, wenn sie nach Hause geht. Selten sieht sie, wer die Kleidung für den schnellen Gebrauch näht. „Pronto moda“, die zum Großteil in China verkauft wird, aber „Made in Italy“ ist. Prato im Herzen der Toskana, 20 Kilometer vom...

Abo testen

Abonnieren Sie jetzt die ff - und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte

Sie sind bereits Abonnent?