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Von Margreid nach Penon
ff media | 2. Feb 2022 | ff 05/2022
Abwechslungsreiche Wanderung von Margreid nach Penon im westlichen Unterland.

Foto: Johannes Fein

Dieser Ausflug bringt uns in die von besonders mildem Klima verwöhnte Landschaft des Unterlandes, in die Heimat großer Weine um Kurtatsch und Margreid. Am höchsten Punkt des Rundweges liegt das Dörfchen Penon, das sich in eine Mulde am Fuße des Mendelgebirges schmiegt. In Penon erwartet uns eine nette Einkehrmöglichkeit, für Picknickfreunde gibt es am Weinlehrpfad Tische und Bänke mit schönstem Panorama.

Wir starten am Dorfplatz von Margreid und schlagen an der Nordwestecke die Franz-v.-Fenner-Straße ein (Wegweiser „Fennberg, Nr. 3“). Wir sind auf dem uralten Weg unterwegs, der früher von Margreid nach Fennberg und weiter ins Nonstal verlief. Nach 20 Minuten biegen wir an zwei Zypressen rechts ab, verlassen den Asphaltweg und nehmen den Weg 3B (Lahnsteig), der in steilen Spitzkehren an Höhe gewinnt und einen Felsriegel überwindet.

Über Jahrhunderte war dieser Steig die schnellste Verbindung zum Dörfchen Penon. Nach der Engstelle geht der nun wieder breite Weg durch Reb- und Obstanlagen und Wald- und Wiesenstücke nach Penon, der letzte Abschnitt ist auf Asphalt. Bis zur Kirche haben wir fast 400 Höhenmeter überwunden – uns ist ganz schön warm geworden. Nach weiteren 10 Minuten erreichen wir das Gasthaus Torgglhof. Nach der Einkehr gehen wir auf der wenig befahrenen Straße noch 1 km bis zum Santlhof und schlagen kurz darauf die alte Fennberger Straße nach Kurtatsch ein. Trotz der guten Markierung (Nr. 2) heißt es besonders an Abzweigungen aufzupassen, damit wir nicht auf der Autostraße landen.

Zwischen Reben und historischen Weinhöfen geht es zügig bergab, bei der Häusergruppe von Rain halten wir uns links (Markierung 1) und gehen bis nach Kurtatsch. Wir biegen rechts in die Angela-Nikoletti-Straße ein, folgen ihr, bis zwei Holzbänke den Autos den Weg versperren, hier geht es rechts ab, es beginnt der Weinlehrpfad, dem wir bis Entiklar folgen. Der Weg ist mit dem Holzsymbol der Saltnerpratz gekennzeichnet. Wir sammeln bis Margreid noch etliche Höhenmeter, der Steig geht in stetem Auf und Ab durch Rebenlandschaft, die von kurzen Waldstücken und einer Brücke unterbrochen wird.. Nach Entiklar gibt es noch einen kurzen Anstieg, wir treffen erneut auf den Aufstiegsweg und sind bald wieder in Margreid.

Diesen und weitere Wandertipps finden Sie im Buch.

Foto: Johannes Fein

Infos in Kürze

Abwechslungsreiche Wanderung durch eine berühmte Weingegend im westlichen Unterland

Gehzeit:3 Stunden 40 Minuten, 610 Höhenmeter, 10,2 km, mittel

Die Westseite des Tales liegt am Nachmittag recht früh im Schatten der Mendel, also zeitig los und früh zurück!

Start: St. Gertraud-Platz im Dorfzentrum von Margreid

Anfahrt: über die Brennerstaatsstraße oder Brennerautobahn bis Neumarkt, hier die Talsohle queren und nach Margreid auf der östlichen Etschtalseite fahren, Parkplatz beim Vereinshaus
„Karl Anrather“. Mit Bus 122 ab Neumarkt oder Auer.

Einkehrtipp

Gasthaus Torgglhof:Tiroler Kost, hausgemachte Spezialitäten, von Knödeln allerlei Art bis zu Schlutzkrapfen und Kartoffelteigtaschen. Von den Weinbergen rund
ums Haus stammen der süffige Rot- und der Weißwein.
Donnerstag Ruhetag
Kauderle 6, Penon, Tel. 0471 880021

Das Buch zum Tipp

Oswald Stimpfl

Unterwegs in Südtirols Wintersonne

Die schönsten Wanderungen von Oktober bis März

Folio Verlag (Wien/Bozen)

ISBN 978-3-85256-761-7
Erhältlich im Buchhandel.