Die Stirnlampe wirft einen schmalen Lichtkegel auf die Straße vor ihm. Es ist 6 Uhr am Morgen, bald sind die ersten Bäume als verschwommene Umrisse zu sehen und der Blick fällt hinüber zum imposanten Schlern.
Stephan Zippl hat seinen Heimatort Lengstein am Ritten längst hinter sich gelassen. Seine Beine treten gleichmäßig in die Pedale, eine Bewegung geht in die andere über, alles ist im Fluss. Das ist sein Reich, und wenn er wollte, könnte er die Kurven auch ganz ohne Licht fahren. Nur zwei Stunden später wird er in der Küche stehen, den Puls auf ein beruhigtes Pochen eingestellt,...
