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Im Schatten der Lawine
Ausnahmezustand in Langtaufers. Ein Großaufgebot an Rettungskräften und Medien katapultierten das lawinengeplagte Tal in die internationale Öffentlichkeit. Doch die Menschen vor Ort wissen sich selbst zu helfen. Eine Fotoreportage.
Dunja Smaoui | 31. Jan 2018 | ff 05/2018
Als der Fotograf Alexander Alber zwei Tage nach den Lawinenabgängen in Langtaufers ankam, musste er sein Auto stehen lassen und zu Fuß weitergehen. An jedem Haus begegnete er Menschen, die ihn ein Stück begleiteten – selbst überrascht über die Schneemassen.

Foto: Alexander Alber

Es ist halb sechs, ein ganz gewöhnlicher Montagabend. Die Dämmerung hat schon eingesetzt, doch Richard Fliri räumt vor seinem Haus mit der Schneefräse immer noch die weißen Hügel zur Seite. Nicht weit von ihm spielen die Kinder seines Bruders im Schnee. Nicht weit von ihnen steht das Iglu, das sie errichtet haben. Die Gäste haben sich bereits zurückgezogen und sitzen im Warmen. Es sind einige Urlauber in seinem Strohhaus, das Richard Fliri vor zehn Jahren gebaut hat. Ein Haus mit drei Stockwerken, außerhalb der Gefahrenzone von Lawinen. Die, das weiß Richard Fliri, sind in Langtaufers...

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