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Schuldig
Versetzen, verschweigen, vertuschen: Ein Gutachten zeigt, wie Südtirols Bischöfe bei sexuellem Missbrauch jahrelang weggesehen haben. Die Vorwürfe wiegen schwer.
Andrej Werth | 22. Jan 2025 | ff 04/2025
Ein Jahr haben die Gutachter an der Studie gearbeitet. Im Bild: Der Bericht wird Bischof Ivo Muser (vorne) und Generalvikar Eugen Runggaldier übergeben.

Foto: Jan Kusstatscher

Es ist kurz nach 13 Uhr, als am Montag dieser Woche auf der Website der Münchner Anwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl ein Untersuchungsbericht veröffentlicht wird, der den Blick auf Südtirols Kirche verändern muss.

Zweieinhalb Stunden vorher hatten die Anwälte zu einer Pressekonferenz geladen, um den Inhalt ihrer Studie der Öffentlichkeit – und der Südtiroler Kirchenspitze vorzustellen. Bis dahin wusste niemand, auch nicht Bischof Ivo Muser, was die Gutachter in den Akten der Diözese gefunden hatten. Waren sie auf Skandale gestoßen? In welchem Ausmaß sind in den Sakristeien,...

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