Wenn Sie nur schon früher und öfter über die Standseilbahn geschrieben hätten! Jetzt – nach der Ablehnung durch den Meraner Gemeinderat – beweinen Sie die verlorenen öffentlichen Gelder. Und schuld seien die Anrainer, die sich – wie so oft – gegen grüne Projekte stemmten. Dass Anrainer betroffener sind, liegt natürlich auf der Hand: Baustellen-Belästigung, später Busse, zusätzliche Menschenmassen, gerade wenn das Zentrum schon übervoll ist. Wir sind schon jetzt entnervt durch Lärm und Erschütterungen durch den Bau des Küchelberg-Tunnels und der Kavernengarage.
Die Vereinigung „So nicht“ hat 5.500 Unterschriften gegen das Projekt gesammelt. Es dürften wohl schwerlich alle Unterschreibenden Anrainer sein. Für die meisten stehen sachliche Argumente für eine nachhaltige Verkehrs-planung im Vordergrund, die Sinnhaftigkeit des Projekts für Meran ist mehr als fraglich. Wir sind also keine Nimbys, die würden nämlich sagen: Standseilbahn ja, aber nicht in meinem Hinterhof. Wir hingegen sind der Überzeugung, dass vor der Standseilbahn ein Gesamtkonzept für den nachhaltigen Verkehr erarbeitet werden muss und die Standseilbahn keine zielführende Investition ist. 40 Millionen aus Europa und 80 Millionen vom Land bezahlen im Endeffekt Sie und ich und andere Europäer. Für eine reine touristische Attraktion?
Andreas Fischer, Meran