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Über den Salten zum Tschaufen
ff media | 27. Jan 2021 | ff 04/2021

Foto: Oswald Stimpfl

Der Tschögglberg zwischen Hafling und Jenesien ist mit sonnigen weiten Wiesen auch im Winter ein immer beliebteres Ausflugsgebiet. Unsere Wanderung führt uns zum Gasthaus Tschaufen, auf 1.300 m. Es liegt in beneidenswerter Panoramaposition im Gemeindegebiet von Mölten, auf der sonnigen Westkante des Tschögglberges, des Höhenrückens, der sich von den Meraner Bergen zum Bozner Talkessel hinzieht. Uns beeindrucken vor allem die herrliche Panoramalage und die gute, bodenständige Küche der freundlichen Wirtsleute des Gasthauses Tschaufen.

Wir starten unsere Wanderung in Jenesien, dann geht es über die hellen Lärchenwiesen des Salten, mit herrlichen Ausblicken übers Etschtal bis zum Kalterer See, die Mendel, zu den Dolomiten sowie den Meraner, Vinschger und Ultner Bergen. Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der Straßengabelung Jenesien-Nobls am Nordwestrand des Dorfes Jenesien. An der Kreuzung steht eine Übersichtstafel, die Wegweiser leiten uns über eine steile Stiege, dann einen kurzen holprigen Waldsteig auf den Weg Nr. 33. Wir kommen am Gasthaus Edelweiß vorbei, wandern leicht bergauf auf den Höhenrücken des Salten mit seinen weiten Lärchenwiesen. Nun folgen wir der Nr. 7 zum Tschaufen. Für den Rückweg nehmen wir Weg Nr. 2 bis zum Gasthaus Wieser (am So. geöffnet) und dem Gasthaus Locher (an Wochenenden geöffnet), auf dem Waldsteig Nr. 33A kommen wir zum Ausgangspunkt zurück.

Ein Ort mit Geschichte

Wir sind auf geschichtsträchtigem Boden unterwegs. Das Gebiet um den Gasthof Tschaufen ist seit Urzeiten besiedelt, der Hof selbst wurde bereits im 13. Jh. urkundlich erwähnt, damals war er Schloss Neuhaus-Maultasch bei Terlan zinspflichtig. Ein Weiher im Wald kurz vor dem Tschaufen lieferte die Fische für die Tafel der adeligen Herren. Eine Begräbnisstätte aus spätrömischer Zeit in der Nähe des Hauses sowie die Skulptur eines heidnischen „Neidkopfes“ aus weißem Kalkstein, die über dem Eingang eingemauert ist, deuten auch auf alte Zeiten hin.

Infos in Kürze

Wunderbare, lange Höhenwanderung über freie Wiesen mit guter Einkehr am Ziel.
Gehzeit: 4 Stunden 20 Minuten, 431 Höhenmeter, 14,1 km.
Schwierigkeitsgrad: Mittel.

Start: Jenesien, am Nordwestrand des Dorfes, Kreuzung mit der Straße nach Nobls (1.120 m). Anfahrt: Auf der LS99 von Bozen, an der Sarntaler Straße, 9,8 km Auffahrt nach Jenesien, am Ort vorbei, an der Kreuzung mit der Straße nach Nobls Parkplätze. Waldsteig mit Steilstücken zu Beginn und auf dem letzten Abschnitt (vom Locher zum Parkplatz), daher für gute Winterausrüstung sorgen! Bus ab Bozen, Haltestelle am Start.

Einkehrtipp

Gasthof Tschaufen: Hinter dem Herd steht Rosa Maria Ladurner. Gemeinsam mit ihrer Familie führt sie das Gasthaus als Autodidaktin, der rege Zuspruch von Ausflüglern gibt ihr recht; gute einheimische Gerichte, bekannt der Rindsbraten und der Apfelstrudel. Tschaufen 4, Mölten, Tel. 0471 668235, www.tschaufen.it, im Winter Di., Mi., Do., Fr. bis 14 Uhr, Sa., So. durchgehend geöffnet, im Feb. zwei Wochen Ferien, Mo. Ruhetag.

Die ungekürzte Version und viele -weitere Wandertipps finden Sie im Buch -„Unterwegs in Südtirols Wintersonne“

Oswald Stimpfl Unterwegs in Südtirols Wintersonne Die schönsten Wanderungen von Oktober bis März Folio Verlag (Wien/Bozen) 2018 ISBN 978-3-85256-761-7 Erhältlich im Buchhandel.

Foto: Folio Verlag

Das Buch zum Tipp

Oswald Stimpfl

Unterwegs in Südtirols Wintersonne

Die schönsten Wanderungen von Oktober bis März

Folio Verlag (Wien/Bozen) 2018

ISBN 978-3-85256-761-7

Erhältlich im Buchhandel.