Zum Hauptinhalt
Evi und die Knickerbocker-Bande
Mord auf offener Straße gehört in Guatemala zum Alltag. Um die Gewaltbereitschaft des Landes zu verstehen, forscht die Südtiroler Anthropologin Evi Kostner an einem ungewöhnlichen Ort: im Gefängnis.
ff media | 25. Jan 2017 | ff 04/2017
Evi Kostner inmitten von jugendlichen Guatemalteken: „Viele wachsen mit Kriminalität auf und kennen keine Alternative.“

Foto: Privat

Es ist der 2. Februar 2011 in Guatemala-Stadt. Wie jeden Abend macht sich ein junger Mann von seiner Arbeit auf den Weg nach Hause. Plötzlich ertönen Schüsse, drei an der Zahl. Sie treffen den 24-Jährigen von hinten in den Kopf, er fällt zu Boden, ist auf der Stelle tot. Hingerichtet auf offener Straße.
Einige Tage später steht Evi Kostner aus Klausen am Sarg dieses jungen Mannes. Victor, der an jenem Abend erschossen wurde, war ein Freund von ihr, Mitglied einer Künstlergruppe, die in den Armenvierteln Guatemalas mit Musik und Theater gegen Kriminalität und Gewalt kämpft. Warum Victor...

Abo testen

Abonnieren Sie jetzt die ff - und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte

Sie sind bereits Abonnent?