Zum Hauptinhalt
Der Mut, zu malen
ff media | 14. Jan 2026 | ff 03/2026
Robert Scherer 2008 im Palazzo Malfatti in Ala: gesellig, Menschen suchend, zweifelnd.

Foto: Alexander Alber

Nachruf – Robert Scherer (1928–2026): (gm) Als Robert Scherer nach Wien ging, um Kunst zu studieren, überschritt er Grenzen. Die Grenzen der Besatzungszonen in Österreich, auf dem Dach eines Zuges, die Grenzen der Herkunft, die ihm den Zugang zu Bildung versperrt hatte. Es brauchte Anfang der 1950er-Jahre viel Mut, um Kunst zu studieren.
Scherer war in Kortsch aufgewachsen, die Familie hatte für Deutschland optiert, war nach Österreich gezogen, den Buben überließ man der „nationalpolitischen Bildungsanstalt“ (Napola) in Rufach, die Mutter starb 1940 bei der Geburt des...

Abo testen

Abonnieren Sie jetzt die ff - und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte

Sie sind bereits Abonnent?