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David Augscheller war 17 Jahre lang Gemeinderat. Jetzt zieht er sich aus der Politik zurück. „Politik“, sagt er, „darf nie zum Selbstzweck verkommen.“ Ein Gespräch darüber, was Links-Sein heute heißt und warum Humor in der Politik so wichtig ist.
David Augscheller, 53, hat sich über all die Jahre die Leidenschaft für die Politik bewahrt. Er ist überzeugt: Die politische Tätigkeit darf weder Beruf noch Berufung sein, sondern „die tägliche Umsetzung der eigenen Ideale und ein ständiges Reflektieren des eigenen Handelns.“

Foto: Alexander Alber

Die Öffentlichkeit debattiert über Gerechtigkeit in einer Intensität, wie sie es lange nicht getan hat, Benzinpreise, Energiekosten, Inflation. Die Parteien aber, die sich der Gerechtigkeit verpflichtet fühlen, die linken Parteien, liegen seit Jahren am Boden. Die italienische Linke, sagt David Augscheller, habe sich dermaßen aufgespalten, „dass es schon an pathologischen Masochismus grenzt“. Trotzdem ist der 53-Jährige der Linken seit jeher treu – in den vergangenen 17 Jahren saß er für Rifondazione Comunista und die Ökosoziale Linke im Meraner Gemeinderat. Vor Kurzem hat er sein...

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