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Die pragmatische Autonomie
Heute vor 50 Jahren trat das Zweite Autonomiestatut in Kraft. Insgesamt sind dessen erbrachten Leistungen recht gut, aber es weist auch große Lücken auf.
ff media | 18. Jan 2022 | ff 03/2022
Als über Südtirols Zukunft und das Zweite Autonomiestatut entschieden wurde: Landeshauptmann Silvius Magnago auf der SVP-Landesversammlung 1969 in Meran. Den Paketgegnern versicherte er: „Ich habe gemolchen und gemolchen, was nur gegangen ist.“

Foto: Archiv

Der 20. Januar 1972 war ein unscheinbarer Donnerstag, aber für Südtirol sollte dieser Tag eine Wende einleiten. Das Zweite Autonomiestatut trat in Kraft, und damit begann für das Land eine neue Zeitrechnung.

Das Erste Autonomiestatut von 1948 entsprach nicht den Wünschen Südtirols. Die Entscheidungs- und Verwaltungskompetenzen waren in Trient konzentriert, nicht in Bozen.

Überdies tickte eine soziale Zeitbombe. Die Modernisierung der Landwirtschaft setzte Arbeitskräfte frei, die kaum einen Zugang zu den Staatsstellen hatten und die italienisch dominierte Industrie mieden. Da...

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