Zum Hauptinhalt
Das trojanische Pferd
Der deutsche und der italienische Sportclub streiten sich um ein altes Gebäude. Der Ost-West-Club schaut durch die Finger. Nun hat die Polemik auch die Politik erreicht – und weckt alte Gespenster auf.
Markus Larcher | 16. Jan 2019 | ff 03/2019
Bersaglio nennt sich das Gebäude des ehemaligen k. u. k. Schießstandes unweit des Meraner Bahnhofs: Finden die Sportvereine nicht zusammen, gibt es nur Verlierer.

Foto: Alexander Alber

Das Epos „Äneis“ mag mit gut 2.000 Jahren schon etwas in die Jahre gekommen sein. Doch dessen Autor Vergil hat darin dem Priester Laokoon einen Ausspruch in den Mund gelegt, der die Jahrtausende überdauert hat. Laokoon warnt die Trojaner mit folgenden Worten vor einem großen hölzernen Pferd, das die Danaer (Griechen) nach der erfolglosen Belagerung Trojas zurückgelassen haben: „Was es auch sei: Ich fürchte die Danaer, auch wenn sie Geschenke machen.“ Das trojanische Pferd, aus dem der Legende nach jene Krieger hervorkrochen, um die Stadt Troja doch noch zu erobern, hat als Metapher...

Abo testen

Abonnieren Sie jetzt die ff - und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte

Sie sind bereits Abonnent?