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Die Kunst, zu überleben
Seit 60 Jahren handeln die Casciaros mit Kunst, ihre Galerie in Bozen ist eine Institution. Und jetzt? Jetzt haben sie zu kämpfen.
Georg Mair | 8. Jan 2025 | ff 02/2025
Vor zehn Jahren hat Alessandro Casciaro die Kunstgalerie von seinem Vater übernommen: „Sind als Familie immer noch da.“

Foto: Alexander Alber

Wenn unten die Tür aufgeht, ruckt der Kopf von Ennio Casciaro herum, seine Frau Ivana springt auf und schaut, wer eintritt – ein über 60 Jahre eingeübter Reflex. Gleich hinter der Tür der Galerie Alessandro Casciaro hängt ein wertvolles Bild, auf das sich aufzupassen lohnt, „Vietnam“ (1966/67) von Karl Plattner. Preis: 80.000 Euro. Es zeigt drei Frauen mit einem toten Kind, ein wichtiges politisches Werk des Südtiroler Malers.

Eine private Galerie lebt von dem, was sie verkauft, nicht von den Zuwendungen der öffentlichen Hand.

Wir sitzen auf der Plattform, die sich über der...

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