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Tortel di patate
ff media | 10. Jan 2024 | ff 02/2024
Tortel di patate

Foto: Vea Carpi

Tortel di patate ist ein traditionelles Trentiner Kartoffelgericht. In jeder Familie, auf jedem Hof, in jeder Gastwirtschaft wird man euch vom Geheimnis des eigenen Rezepts erzählen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Eigentlich ist das absurd, denn das Rezept besteht, wie ihr sehen werdet, lediglich aus drei Zutaten. Trotzdem kann ich euch versichern, dass ich oft miterlebt habe, wie stundenlang darüber diskutiert wurde, wer nun den besten Tortel macht. Ich verdanke meine erste Begegnung mit dem Tortel meiner lieben Freundin Nicoletta, die den Agriturismo Solasna im Val di Sole betreibt: Ihre Tortei sind, meiner Meinung nach, die besten der Welt. Sie hat mich auch auf die Idee gebracht, eine Version mit Buchweizenmehl zu versuchen. Man kann selbstverständlich auch Weizenmehl verwenden, aber ich finde, der Buchweizen verleiht dem Gericht mehr Geschmack und Charakter (ganz abgesehen vom Pluspunkt, dass Buchweizen glutenfrei ist).

Entscheidend sind aber nicht nur die Zutaten. Auch die Form des Tortel spielt für das Endergebnis eine Rolle: Manche backen sie ganz flach, rund und groß wie ein Omelett, andere mögen es lieber mittelgroß und etwas -bauchiger. Ich habe mich mittlerweile auf Tortel in Nockenform spezialisiert. Die Art und Weise des Frittierens macht ebenfalls einen Unterschied: Man kann die Tortei in Erdnussöl herausbacken, wer etwas mutiger ist, versucht die traditionelle -Variante mit Schweineschmalz.

Zutaten

500 g Kartoffeln

50 g Buchweizenmehl

1 Prise Salz

Erdnussöl zum Herausbacken

Zubereitung

Die Kartoffeln waschen und schälen. • Grob in Stücke schneiden und zusammen mit dem Mehl und dem Salz in den Mixer geben. Wenige Sekunden auf mittlerer Stufe mixen, bis ein sehr grobstückiges Gemisch entsteht (keinesfalls eine Creme). • Nun mit zwei Suppenlöffeln Nocken formen und im sprudelnd heißen Öl herausbacken. • Herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Servieren

Die Tortei sollten heiß serviert werden. Traditionell kommen sie mit Käse und Salami auf den Tisch, ich persönlich liebe sie mit Sauerkraut oder eingetunkt in meine Saba.

Foto: Edition Raetia

Das Buch zum Tipp

Vea Carpi

Cucina e giardino

80 Rezepte aus meinem italienischen Bauerngarten

Edition Raetia

256 Seiten, 28 Euro

ISBN 978-88-7283-834-1