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Zur Silvesteralm bei Toblach
ff media | 11. Jan 2023 | ff 02/2023

Foto: Oswald Stimpfl

Im Hochpustertal, auf der Höhe von Innichen und Toblach, zieht sich das Silvestertal parallel zum Haupttal hin, von diesem durch die bewaldeten dunklen Rücken des Innichberges getrennt. Das relativ breite Tal hat eine West-Ost-Ausrichtung, um die Mittagszeit scheint die Sonne hier ausgiebig. Unser Ziel ist die auf 1.815 m inmitten weiter Wiesen gelegene Silvesteralm. In ihrem Rücken erheben sich die Buckel von Markinkele und dem Toblacher Pfannhorn, beliebte Skitourenberge, dahinter liegt bereits das Osttiroler Villgratental.

Der Weg führt durch eine sanfte, einsame Wald- und Almlandschaft, fernab der Skihektik der nahen Tourismusorte Toblach und Innichen. Der Almplatz ist uralt, davon zeugt auch das Kirchlein aus dem 13. Jh., das dem Viehpatron Silvester geweiht ist und für Tal, Alm und Berg namensgebend war. Die im Winter geschlossene Silvesteralm wurde erst 2011 anstelle einer bescheidenen alten Almhütte von den Bauern der umliegenden Gemeinden errichtet. Weil wir an der Strecke keine Einkehrstation finden, packen wir eine Jause in den Rucksack und machen bei der Hütte ein Picknick. Wir starten am Eingang des Silvestertales. Nach einer Talverengung und einem Rückhaltebecken für den Silvesterbach steht an einer Wegkreuzung eine Holzhütte, die Schönegger Säge, sowie Hinweistafeln für die Silvesteralm. Der Weg zieht sich mit geringer Steigung durch das Tal, das immer offener und freier wird, bis sich nach einer weiten Kurve das helle Holzhaus der Alm auf der rechten Talseite zeigt. Bei guten Wegverhältnissen sollte der mystische Hügel mit der Silvesterkapelle noch besucht werden, dafür sind 1,4 km Wegstrecke und 40 Gehminuten zusätzlich einzuplanen. Rückweg wie Hinweg.

St. Silvester auf der Alm

Auf einem Bergvorsprung etwas oberhalb der Alm, einem vorchristlichen Kultplatz, steht das Kirchlein zum hl. Silvester. Es ist mit wertvollen Fresken von Meister Leonhard von Brixen (um 1450) geschmückt, unter anderem ist auch der hl. Silvester dargestellt. In und vor der Kirche hinterlassen Pilger zu einem Kreuz gebundene Lärchenzweige als Glücksbringer.

Die ungekürzte Version und viele weitere
Wandertipps finden Sie im Buch.

Infos in Kürze

Leichte, einsame Wanderung zur Silvesteralm bei Toblach.

Start: Silvestertal, Schönegger Säge, 1.486 m

Hinweg Gehzeit:1½ Stunden, 322 Höhenmeter, 4,6 km

Anfahrt:Von der Pustertaler Straße nach Alt-Toblach (nordwärts) abbiegen, durchs Dorf auf der Talstraße bergauf, bei der Wegteilung mit dem Denkmal des hl. Johannes rechts halten und weiter ins Silvestertal fahren. Parkplatz nach
der Talenge, bei der Schönegger Säge. Ab Toblach 3,8 km.

Einkehrtipp Silvesterhof:

An der Strecke keine Einkehr. In Wahlen, dem Dörfchen am Eingang zum Silvestertal, gibt es aber den Silvesterhof mit typischen Tiroler Gerichten. Montag Ruhetag.

Silvesterstr. 2, Wahlen/Toblach

Tel. 0474 979069

www.silvesterhof.it

Das Buch zum Tipp

Oswald Stimpfl

Unterwegs in Südtirols Wintersonne

Die schönsten Wanderungen von Oktober bis März

Folio Verlag (Wien / Bozen)

ISBN 978-3-85256-761-7

Erhältlich im Buchhandel.