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Berlusconi oder Covid
Die Wahl des Staatspräsidenten liefert seit jeher ein ziemlich authentisches Spiegelbild des politischen und vor allem kulturellen Zustandes Italiens: In der kommenden Woche beginnt das skurrile Pokerspiel. Ausgang ungewiss.
Spektakel pur mit 1007 Wahlberechtigten: Im Bild die Wahl von Sergio Mattarella am 31. Jänner 2015. Er erhielt damals 665 von 995 Stimmen.

Foto: Andreas SOLARO / AFP)

Berlusconi? Unmöglich! Als der ehemalige Premier als möglicher Kandidat bei der Wahl zum italienischen Staatspräsidenten genannt wurde, war das Entsetzen groß: Wie kann es sein, dass ein in letzter Instanz verurteilter Ganove, der seit 2015 das Parlament nicht mehr betreten darf, für das höchste Amt im Staate auch nur infrage komme? Nichts anderes als ein Witz könne das sein – ein schlechter noch dazu.

Ist es aber nicht. Berlusconi Silvio, 85, will es wissen. Seit Tagen schon kontaktiert er Kammerabgeordnete, Senatoren und Regionenvertreter, um die Stimmungslage „auszusondieren“....

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