Wir starten direkt an der Passstraße. Gegenüber vom Hotel Kreuzberg, am Parkplatz, beginnt der mit der Nr. 131 markierte Waldweg. Er wird im Winter geräumt und für Wanderer instand gesetzt. In einer Kurve biegen wir rechts auf Weg 149 ab und erreichen nach rund 1½ Stunden Wanderung durch ein fantastisches Gelände mit hellem Wald, Gruppen mächtiger Fichten, Lichtungen, zuerst leicht ansteigend und dann immer flacher und ebener werdend, mit kleinen An- und Abstiegen, die Malga Coltrondo (1.880 m). Die Alm befindet sich bereits im Veneto und ist im Sommer ein beliebtes Ziel für Ausflügler, die bis hierher mit dem Auto fahren können. Im Winter ist die Straße gesperrt. Von hier folgen wir der Markierung 156 (nordwestwärts) und gelangen nach ½ Stunde und kurzem Anstieg über flaches Gelände zur Nemeshütte (1.877 m), die frei, oberhalb der Baumgrenze, auf weitem Almgelände liegt. Der Blick zu den gegenüberliegenden Dolomiten mit den beherrschenden Gipfeln der Sextner Rotwand, des Elferkofels und der Hochbrunner Schneid (Cima Popera) ist einmalig. Für den Rückweg wählen wir den Weg 131, der in südwestlicher Richtung in 1½ Stunden zurück zum Kreuzbergpass zurückführt.
Geologische Besonderheiten am Kreuzbergpass
Das Gelände um den Kreuzbergpass ist von besonderer geologischer Bedeutung: Mitten in den Dolomiten treten plötzlich andere Gesteinsarten auf, der Karnische Kamm zwischen Sextner und Lienzer Dolomit-Kalken besteht aus Grundgestein. Der Knieberg (Col Quaternà) ist eine weitere Seltenheit, es handelt sich um den Schlot („Kamin“) eines erloschenen Vulkans. Das harte Lavagestein hat sich erhalten und bildet die 2.503 m hohe Pyramide, das weichere Auswurfmaterial des Vulkans verwitterte und wurde abgetragen. n
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