Ich bin eine von denen, die Südtirol als Wahlheimat auserkoren haben. Mein deutscher Führerschein hat längst dem Patent(e) Platz gemacht, im Recyclinghof kennt man mich. Ich frage ungeniert nach Einheimischenrabatten. Wenn ich will, wechsele ich dabei übergangslos vom Standarddeutschen in den Dialekt.
Südtirol ist seit 15 Jahren mein Lebensort. Ich bin am richtigen Platz. Und doch vergeht kein Tag, an dem ich mich nicht fremd fühle. Das liegt weder daran, dass mich irgendwer ausgrenzt, noch an meinem Unvermögen, den Unterschied zwischen ummi, ummer und enten zu kapieren. Fremd fühle ich...
Heimat im Plural
Die Heimatverbundenheit der Menschen in Südtirol ist für Außenstehende faszinierend. Wie gelingt euch das, fragt unsere Gastautorin Maria Kampp.
