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Vom Langental zur Juac-Hütte
Der modern und nicht im üblichen Almhütten-stil erbaute Baukörper der Juac-Hütte, leicht gebogen, mit großer Fensterfront und einem Pultdach, liegt auf einem Wiesenhügel. Davor breiten sich die Hausberge Grödens mit dem alles beherrschenden Langkofel aus – ein magischer Platz. Und der Ausgangsort, das Langental bei Wolkenstein, ist nicht minder einmalig. Der Aufstiegsweg ist sorgfältig gespurt und verläuft panorama-reich am Hang, ein Teil des Wegs ist als Kreuzweg angelegt.
ff media | 3. Jan 2024 | ff 01/2024
Eine leichte Wanderung in herrlicher Bergwelt

Foto: Oswald Stimpfl

Wir starten am Beginn des Langentals, am Ende der Autozufahrt, beim Parkplatz und dem Hüttenkiosk La Ciajota auf 1.640 m. Von hier gehen wir wenige Minuten taleinwärts (Weg 12) zur bereits sicht-baren kleinen Silvesterkapelle, schauen kurz hinein, drehen um und gehen dann zum Waldrand unterhalb der Felswände. Hier beginnt bzw. endet der Kreuzweg und führt nun durch schütteren Wald und durch Wiesen talauswärts, gewinnt dabei leicht an Höhe, geht unterhalb der Ruine Wolkenstein vorbei bis zur Abzweigung zum Weiler Daunei. Hier halten wir uns rechts und folgen der Markierung 17A, an einer Sendeanlage vorbei bis in die Nähe des Wanderparkplatzes (hier alternativer Zustieg für Gehfaule) und der riesigen Skulptur einer Motorsäge unter einer Lärche. Jetzt schlängelt sich der Weg, mit
3 markiert, bergauf bis zur Juac-Hütte. Rückweg wie Hinweg. Gegen Ende lassen wir die Schleife zur Silvesterkapelle aus und kürzen den Abstieg etwas ab.

Die Silvesterkapelle

Das Langental mit den majestätisch aufragenden Felswänden an den Flanken gilt als eines der schönsten Täler der Dolomiten. Durch das Tal schlängelt sich ein wunderbarer Wanderweg. Gleich am Anfang steht die sehenswerte, dem Viehpatron der Bauern geweihte Silvesterkapelle. Ihre 300 Jahre alten Fresken erzählen anschaulich das Leben Jesu.

Ruine Wolkenstein

Oberhalb des Wander- und Kreuzweges duckt sich die Ruine Wolkenstein wie ein Adlerhorst unter die überhängende Stevia-Wand. Sie war der Stammsitz der Familie Wolkenstein-Trostburg, deren bekanntester Vertreter der Dichter Oswald von Wolkenstein (1376–1445) ist. Er selbst lebte jedoch auf Burg Hauenstein bei Seis. Die Ruine kann aus Sicherheitsgründen nicht besichtigt werden.

Die ungekürzte Version und viele weitere Wandertipps finden Sie im Buch.

Infos in Kürze

Leichte Wanderung zu einem magischen Ort, mit tollen Ausblicken.

Start: Am Parkplatz zu Beginn des Langentales, hinter dem Ausbildungszentrum der Alpini, 1.640 m

Gehzeit: 2 Stunden 15 Minuten, 290 Höhenmeter, 7 km

Anfahrt: Von der Grödner Straße nach St. Christina, beim Hotel Alpenroyal den Straßenschildern zum Parkplatz im Langental für
2,6 km folgen.

Bus 350, Haltestelle Langental,
von da zu Fuß zum Parkplatz

Einkehrtipp

La Ciajota: Sympathischer Kiosk im Hüttenstil am Parkplatz im Langental, Terrasse, kleine Gerichte, selbstgemachte Kuchen, Selbstbedienung.
Tel. 333 5217201, von Mitte/Ende Dez.–Ende März geöffnet.

Juac-Hütte: Vergessen Sie Knödel und Schlutzkrapfen, dafür gibt es Röstkartoffeln und Bratwurst, Polenta mit Käse, Pilzen oder mit Chili con Carne. Das Schwarzbrot ist hausgemacht, ebenso die
guten Kuchen.
Wolkenstein, Tel. 335 8082321 oder 335 7554215, www.juac.it, von Mitte/Ende Dez.–Ende März geöffnet.

Foto: Raetia

Das Buch zum Tipp

Oswald Stimpfl

Unterwegs in Südtirols Wintersonne

Die schönsten Wanderungen
von Oktober bis März

Folio Verlag (Wien/Bozen)

ISBN 978-3-85256-761-7

Erhältlich im Buchhandel.