Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich als Ihr Landeshauptmann möchte diese Zeilen nutzen, um ein wenig Hoffnung zu schenken. 2022 war für uns alle kein einfaches Jahr – weder für mich, den SVP-Regierungschef, noch für mich, den SVP-Spitzenkandidaten. Nehmen Sie zum Beispiel die hohe Inflation: Niemals in der Geschichte war ein Mitgliedskartl der Volkspartei weniger wert als 2022. Oder die Energiekrise: Nie hatte ich weniger Energie, mich mit dieser Partei auseinanderzusetzen, ein echtes Problem. Und dann war da noch der Konflikt im Osten, genauer: der Angriffskrieg aus Pfalzen. Ich nehme an, Sie waren genauso schockiert wie ich, über den Oligarchen Ingomarow und die konspirativen Watt-Runden von Алоис „Luis“ Дарнвальдер. Hätten Sie gedacht, dass mich ausgerechnet diese Parteifreunde jemals hintergehen könnten? So kann man sich in Menschen täuschen.
Und doch gibt es Lichtblicke, liebe Freundinnen, liebe Freunde, lieber Toni Ebner: Für 2023 habe ich mir mehrere Neujahrsvorsätze aufgeschrieben, die unser schönes Land noch schöner machen sollen. Erstens: Ich werde meine Bemühungen um die SVP-Kultur verdoppeln. Zu dieser Stunde tigert gerade Karl Zeller durch die Brennerstraße, auf der Suche nach dem verschollenen Pergament. Ich bin sicher: Die Nase der Magnago-Büste zeigt die richtige Himmelsrichtung. Zweitens: kein Zwist mehr mit dem Partner von „@NicoleUiboMiss2016“, dessen Name mir gerade entfällt. Dafür schätze ich Musiker zu sehr. Drittens: Es wird endlich eine Arbeitsgruppe geben – für die Verschiebung des Konvents zur Beilegung des Streits um die Vertagung einer Sitzung. Keine Ausreden mehr!
Schon jetzt aber verspreche ich: Wenn all das erledigt ist, kümmern wir uns auch um Ihre Probleme.
Ihr Arno Kompatscher
(Systemadministrator „Team Arno“)
von Anton Rainer | Redakteur im Ressort Wirtschaft beim Spiegel in Hamburg