Zum Hauptinhalt
Worüber wir im neuen Jahr reden müssen – Teil 3
ff media | 2. Jan 2019 | ff 01/2019
Das Land, das am Tourismus erstickt Egon Moroder „Rusina“ hat bereits vor 40 Jahren vorausgeahnt, was uns 2019 blühen wird: ein Land, das am Tourismus erstickt. Der Künstler aus St. Ulrich zeichnete diese Karikatur im Jahr 1979, er begehrte damit auf – gegen das System, gegen Politiker und Prälaten, gegen Hoteliers und Geschäftsleute, gegen die Invasion der Touristen und die damit einhergehende Zerstörung des Landes. „In den Siebzigern, als das Problem angefangen hat“, sagt Egon Moroder „Rusina“, heute 69, „war es im Vergleich zu heute noch herrlich.“ Es habe noch kulturellen Austausch gegeben, Einheimische und Gäste hätten sich füreinander interessiert. Heute sei das nicht mehr so, heute gebe es einen Massentourismus, der nur mehr schwer unter Kontrolle zu bringen sei. Wie man dem gegensteuern könnte? Das weiß auch der Künstler nicht so genau. Ihn nervt es aber, dass sich heute alles nur mehr um den Tourismus dreht – besonders in seinem Tal Gröden. „Hier“, sagt er, „müssen sich die Einheimischen den Touristen anpassen. Normalerweise ist es umgekehrt. Aber das war einmal.“ n

Foto: Egon Moroder "Rusina"

Abo testen

Abonnieren Sie jetzt die ff - und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte

Sie sind bereits Abonnent?